Personen, die
die
Linner Ritterrunde darstellt:
Otto
de Linne
und
Gerlach
de Linne
:
Otto und sein Onkel Gerlach de Linne
verkaufen
das “allodium de Linne” für 100 Mark an
Philip von Heinsberg ( 1167 - 1191 ),
Erzbischof
von Köln, und erhielten es als Lehen zurück.
Otto muß nach Untersuchungen seiner
Knochen,
die bei Ausgrabungen gefunden wurden und
Mangelerscheinungen aufweisen, am Kreuzzug
teilgenommen haben.
1186 tritt Gerlach de Linne als Zeuge bei
der
Ossumer Marktteilung auf.
Gerhard
de Linne
:
1234 tritt Gerhard de Linne als Zeuge in
einer
Moerser Urkunde auf. Er ist der letzte bekannte Namensträger des
Geschlechtes
von Linn. Er soll 1264 gestorben sein.
Erzbischof
und Kurfürst zu Köln
Graf Friedrich von Saarwerden:
* um 1348; † 9. April 1414 in Bonn) war von
1370 bis 1414 Erzbischof des Erzbistums Köln.
Er war das zweite Kinde und der erste Sohn
von Graf Johann II. von Saarwerden und dessen Frau Klara von Vinstingen.
Auf Grund der Position seines Vetters dem
Erzbischof von Trier Kuno II. von Falkenstein wurde er mit der Geburt
eines
Bruders im Alter von zehn Jahren für die geistliche Laufbahn
bestimmt.
Um 1368 studierte er an der Universität
Bologna Kanonistik. Um diese Zeit war er bereits Propst im Stift St.
Maria
ad Gradus zu Köln.
Am 23. Oktober 1368 postulierte das
Kölner
Domkapitel Friedrich zum Erzbischof von Köln. Kaiser Karl IV.
intervenierte
jedoch und auch die Kurie stimmte nicht zu. Das im kanonischen Recht
vorgeschriebene
Mindestalter eines Bischofs betrug 30 Jahre.
Kaiser Karl IV. bat darauf hin Papst Urban
V. den Straßburger Bischof Johann von Luxemburg-Ligny zum
Erzbischof
von Köln zu machen. Papst Urban V. schwebte aber eine andere
Lösung
vor. So bat Papst Urban V. am 7. November 1368 Kuno II. von Falkenstein
das Amt des Erzbischofs von Köln zu übernehmen, Johann von
Luxemburg-Ligny
sollte dann Erzbischof von Trier werden und Friedrich schließlich
Bischof von Straßburg.
Das ganze Projekt hing jetzt an der Zustimmung
Kunos II. von Falkenstein. Es bemühten sich mehrere Kardinäle
sowie der Kaiser persönlich um Kunos II. von Falkenstein
Zustimmung
und immer nannte man Friedrichs Jugend und Unerfahrenheit als
entscheidenden
Faktor. Kuno II. wollte nicht zustimmen, da drohte Kaiser Karl IV. bei
Kunos II. von Falkenstein Weigerung doch den Bischof Johann von
Straßburg
nach Köln zu transferieren. Doch auch nach Kunos II. von
Falkenstein
Weigerung kam es nicht zur Transferierung des Straßburger
Bischofs
nach Köln, vermutlich wollte Papst Urban V. seine Zustimmung nicht
geben.
Papst Urban V. ernannte draufhin am 30. Juni
1369 Kuno II. von Falkenstein zum päpstlichen Generalvikar in der
Kölner Erzdiözese. Am 27. März 1370 übertrug Papst
Urban V. Kuno II. von Falkenstein die Regierung und Verwaltung
Kurkölns.
Durch den Einfluss von Kuno II. von
Falkenstein
postulierte das Kölner Domkapitel Friedrich im Sommer 1370 erneut,
diesmal einstimmig, zum neuen Erzbischof von Köln. Diesmal reiste
Friedrich von Bologna jedoch nach Avignon an den Hof von Papst Urban V.
und bat die Wahl zu bestätigen. Am 13. November 1370
bestätigte
Papst Urban V. Friedrich als Erzbischof von Köln. Für die
Bestätigung
hatte Friedrich dem Papst erhebliche finanzielle Zugeständnisse zu
machen.
Im Dezember 1370 erhielt Friedrich die
Bischofsweihen
und hielt sich noch bis zum Februar 1371 in Avignon auf. Im April 1371
traf er in Köln ein und übernahm im Juni die
Regierungsgeschäfte
von seinem Vetter Kuno II. von Falkenstein. Er zog nach der feierlichen
Bestätigung der Rechte der Stadt Köln am 21. Juni 1372 in
Köln.
Er gab Zons am 20. Dezember 1373 die
Stadtrechte,
nachdem er zuvor den Zoll von Neuss nach Zons verlagert hatte. Um die
neue
Zollstation in Zons zu schützen ließ er die Burg Friedestrom
errichten.
Im Herbst 1374 bot ihm Kaiser Karl IV. an
sich bei Papst Gregor XI. für den Erlass seiner Schulden
einzusetzen,
wenn er die Königswahl seines Sohnes Wenzel unterstützte.
Für
den Fall das der Kaiser beim Papst keinen Erlass erwirken konnte wollte
der Kaiser ihm 30.000 Gulden zahlen.
Am 5. September 1375 wurde Friedrich
exkommuniziert,
da er mit fünf Raten an den Papst säumig war. Am 24. Oktober
1375 folgte eine päpstliche Aufforderung an den Rat der Stadt
Köln,
den gegen Friedrich eingeleiteten Prozess bekannt zu machen. Papst
Gregor
XI. entband die Stadt aller Verpflichtungen gegenüber Friedrich.
Im Jahr 1376 kümmerte er sich um die
Ehe seiner Schwester Walburga mit dem Grafen Friedrich I. von Moers.
Am 1. Juni 1376 stellte Friedrich dem
päpstlichen
Nuntius die 30.000 Gulden des Kaisers in Aussicht. Er krönte am 6.
Juli 1376 Wenzel in Aachen zum deutschen König. Im Februar 1377
genehmigte
Papst Gregor XI. einen Vertrag mit Friedrich, der bei sofortiger
Zahlung
von 30.000 Gulden seine Gesamtschuld tilgen würde. Friedrich
zahlte
jedoch nicht.
Am 27. Februar 1379 bekannte sich Friedrich
mit König Wenzel und den rheinischen Kurfürsten zu Papst
Urban
VI. in Rom der seit September 1378 mit dem Gegenpapst Klemens VII. in
Avignon
zu tun kämpfen. Papst Urban VI. erließ darauf hin seinem
treuen
Anhänger Friedrich die Schuld von über 100.000 Gulden bei der
Kurie und sprach ihn auch vom Kirchenbann frei. Im Mai 1380 ernannte
ihn
Papst Urban VI. zum Legaten für die Kölner Kirchenprovinz. Im
Jahr 1385 sollte Friedrich die Kardinalswürde erhalten, er lehnte
diese allerdings ab.
1388 gründet er die Universität
zu Köln.
1388 entspann sich eine Fehde zwischen Kleve
und Köln um den Besitz von Burg, Stadt und Land Linn, die mit
einem
Verzicht Kleves endete. Für 20000 Goldschilde wurde Linn an den
Kölner
Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden verkauft. Nach 1388 gelang es
dem Erzbischof von Köln, Linn als „erledigtes Lehen“ einzuziehen
und
in eine Kölnische Landesburg umzuwandeln.
Den Kölner Verbundbrief vom 14. September
1396 nahm er ohne besondere Reaktion hin. Als im Jahr 1397 sein Bruder
Graf Heinrich II. von Saarwerden verstarb, übernahm er
zunächst
selbst die Regierung der Grafschaft, bald gab er sie jedoch an
Friedrich
von Moers.
Bereits 1390 verbündete Friedrich sich
mit dem Erzbischof von Trier und dem Pfalzgrafen bei Rhein gegen
Wenzel.
Am 20. August 1400 schließlich entschieden die Fürsten
König
Wenzel abzusetzen. Man wählte Ruprecht III. von der Pfalz,
Kurfürst
bei Rhein, zum Nachfolger. Friedrich krönte Ruprecht III. von der
Pfalz im Kölner Dom zum neuen deutschen König.
1409 zählte er zu den Befürwortern
des Konzils von Pisa. Er selbst konnte auf Grund seines Alters nicht
mehr
am Konzil teilnehmen, er sandte jedoch seinen Neffen Dietrich II. von
Moers.
Als Ruprecht III. von der Pfalz 1410 starb
wählten die Kurfürsten einstimmig Sigismund zum neuen
deutschen
König.
Friedrich verstarb am 9. April 1414 in Bonn.
Nachdem sein Körper für drei Tage in Bonn aufgebahrt war,
wurde
er in einem Hochgrab in der Marienkapelle im Kölner Dom beigesetzt.
Johann
von Kleve:
Zur Zeit noch als Knappe
in der Ausbildung
Sohn Dietrich VIII und Margaretha von Kiburg
wurde 1310 geboren; er starb am 19.11.1368 und war somit 1347 - 1368
Graf
von Kleve. Nach seinem klerikalen Werdegang wurde er nach dem Tod einer
Mutter 1318 Herr von Linn. Er heiratet 1348 Mechthild von Geldern,
deren
Ehe jedoch kinderlos blieb. Auch er bestimmte Burg Linn zum Witwensitz
seiner Frau.
1362 stationerte er Kriegsknechte auf Burg
Linn für den Kampf gegen Eduard von Geldern.
Theoderich
IX von Kleve:
Zur Zeit noch als Knappe
in der Ausbildung
Er ist ein älterer Bruder des Johann von
Kleve, er lebt von 1297 bis zum 7.7.1347. Er folgte seinem noch
älteren
Bruder Otto 1310 als Graf von Kleve. Er war zweimal verheiratet und
zwar
von 1305/08 bis 1333 mit Margaretha von Geldern und von 1340 bis zu
seinem
Tod mit Maria von Jülich. Die Älteste von 3 Töchtern aus
der ersten Ehe war Margaretha, die mit dem Grafen Adolf von der Mark
verheiratet
war.
Dietrich
Luf II
Herr
zu Hülchrath und Tomburg:
Zur Zeit noch als Knappe
in der Ausbildung
Er lebte von 1260 bis 1308/09.Dietrich Luf
erhielt nach Streitigkeiten
mit seinem Bruder Dietrich VII von Kleve
Hülchrath
und erwarb die Herrschaft Linn. Er trat Metternich an Kurköln ab,
wurde durch die Schlacht von Worringen 1288 von diesem weitgehend frei
und verkaufte seinem Bruder Linn.
Er war verheiratet mit Lisa von Virneburg
Friedrich
von Moers:
Graf Friedrich III von Moers wurde 1355
geboren,
er heiratete Walburga von Saarwerden, eine Schwester des Kölner
Erzbischofs
und starb 1419. Sie hatten 10 Kinder, von denen 1 Sohn seinem Onkel auf
den Thron des Kölner Erzbistums folgte.
Dietrich
VIII von Kleve:
Er
war Graf von Kleve von 1275 und 1305 und heiratete am 4.7.1290
Margaretha
von Kiburg. Er starb am 4.10.1305
Dietrich VIII von Kleve hatte Linn zum
Witwensitz
seiner Frau Margarthe von Kiburg bestimmt. Zwischen 1285 und bis vor
1298
kam Linn an eine klevische Seitenlinie, die Herren von Hülchrath.
Als diese in finanzielle Bedrängnis gerieten, konnte er das Land
zwischen
Niep und Heerdt käuflich zurückerwerben.
1299 fand auf Burg Linn ein Treffen der
Grafen
von Kleve und dem Erzbischof von Köln statt.
Gottschalk
Birklin:
Gottschalk
Birklin ( 1381 ) war Vasall des Kölner Erzbischofs Friedrich von
Saarwerden.
Er galt als ein Mann mit festem Charakter und großer
Rechtlichkeit,
der es immer treu mit der Stadt Köln hielt. Gottschalk starb
kinderlos
und auch seine Neffen ein gleiches Ende traf, so erlosch diese Linie.
Gottschalk erhielt mehrere Lehen vom
Erzbischof
für seine Verdienste um den Frieden von 1377. Außerdem wurde
er durch die Wahl der Juden in Köln deren Schultheiß und
versah
diesen Posten viele Jahre. Das Wappen der Familie ist ein schwarzer
Bär
im goldenen Feld.
Albert
de Are:
Ritter
Albert de Are gilt als Erbauer der 1255 zum ersten Mal erwähnten
Wasserburg
Haus Traar.1274 erfolgt die Schenkung von Haus Are durch das kinderlose
Ehepaar Albert de Are und seiner Frau Aleidis von Rhode ( Rath ) an den
„Deutschen Orden“ . Albert und seine Frau werden als Bruder und
Schwester
in den Orden aufgenommen. Lebenslängliche Nutzung und Wohnrecht
auf
Haus Are bleibt der Familie vorbehalten.
1283 erfolgt die Schenkung der Güter
von Stockram an die Abtei Kamp, dafür soll ein jährliches
Todesgedächtnis
der Eheleute von Are gehalten werden. Aus dem Ertrag der Güter
geht
jährlich 1 kölnische Mark an Stift Meer und jedem Mönch
von der Abtei Kamp soll in der Fasten- und Adventszeit täglich je
einen Hering erhalten. Bei nicht Einhaltung dieser Auflagen droht der
Verlust
der Schenkung.
Heinrich
von Strünkede:
Zur Zeit noch als Knappe
in der Ausbildung
Nur
3 Wochen nach dem Tod von Johann von Kleve setzt Mechthild von Geldern
den langjährigen Amtsträger des Hauses Kleve zu der
Verwaltung
der
Ämter Linn und Orsoy ein:
Heinrich von Strünkede, seit 1358 gegen
eine Zahlung von 4236 Goldschilden Drost im klevischen Wesel und
Schermbeck.
Am 7.8.1377 verbünden sich Erzbischof von Köln, Friedrich von
Saarwerden und Herzog Wenzel von Luxemburg, Brabant und Limburg, Herzog
Wilhelm von Jülich und Geldern sowie die Städte Köln und
Aachen mit Adolf von Kleve, um Linn “zum Nutzen des Landes und des
Landfriedens”
für Kleve zurückzuerobern; denn Heinrich von Strünkede
hielt
sich an den Einkünften der Ämter schadlos aus vielleicht
verschiedenen
Motiven: Eine noch von Johann zugesagte Rückzahlung alter
Forderungen
aus dem Jahr 1365 war nicht erfolgt. Allerdings lag Linn auch an einer
strategisch bedeutsamer Lage im klevischen Herschaftsgebiet zur Heimat
der geldrischen Gräfinwitwe.
Am 2.2.1389 stirbt Heinrich von Strünkede.
Das Wappen derer von Strünkede ist seit
1263 überliefert. Das quergeteilte Wappenschild zeigt in der
unteren
Hälfte drei silberne Rosen auf grünem Grund, oben einen
steigenden
roten Löwen vor goldenem Grund.
Adolf
III. von der Mark
Graf Adolf III. von der Mark, (* um 1334;
† 7. September 1394) war von 1357 bis 1363 Bischof im Bistum
Münster,
von 1363 bis 1364 Erzbischof des Erzbistums Köln, ab 1368 Graf von
Kleve und ab 1391 Regent der Grafschaft Mark.
Adolf war der zweite Sohn von Graf Adolf II.
von der Mark und dessen Frau Margarete von Kleve.
Nach fast einjähriger Vakanz fiel das
Erzstift Köln dem Hause Mark zu. Am 21. Juni 1363 ernannte der
Papst
den am 16. November 1357 zum Bischof von Münster ernannten Adolf
von
der Mark zum Erzbischof von Köln, nachdem dieser am 13. Juni 1363
durch das Domkapitel zum Erzbischof gewählt worden war und sich so
gegen den eigentlichen Favoriten des Kapitels, Johann von Virneburg,
behaupten
konnte.
Bereits 1362 hatte er mit seinem Onkel
Engelbert
von der Mark, dem Bischof von Lüttich, einen Vertrag geschlossen,
der ihm die Nachfolge in der Grafschaft Kleve sicherte. War ein
kinderloser
Tod des Grafen Johann doch aufgrund seines Alters zu erwarten.
Bereits am 15. Juni 1364 resignierte er auf
das Erzbistum Köln um Graf von Mark zu werden, nachdem sein
Verhalten
selbst an der päpstlichen Kurie in Avignon als skandalös
aufgefallen
war. Zuvor hatte er seinem Onkel Engelbert III. von der Mark
(kurkölnischer
Zählung) noch den Kölner Erzstuhl gesichert und sich von
diesem
dafür mit einer Verpfändung des Amtes Rheinberg
entschädigen
lassen.
Im Jahre 1368 wurde er dann auch offiziell
der Graf von Kleve und konnte sich dank der Hilfe seines Onkels
Erzbischof
Engelbert III. von der Mark halten. 1369 heiratete er Margarete von
Jülich.
Er zeugte vierzehn Kinder, von denen mindestens fünf das
Kindesalter
nicht überlebten.
Nach dem Tod seines Bruders 1391 Graf
Engelbert
III. von der Mark (märkische Zählung), der keine
männlichen
Nachkommen hatte, fiel ihm auch die Grafschaft Mark-Altena zu.
Adolf tritt die Grafschaft Mark 1393 an seinen
Sohn Dietrich ab und verstarb um 1394
Rembodo
von Budberg
Rembodo von Budberg hat die Güter von
Wynnendunk in der Pfarre Büderich inne. Er ist 1272 Drost (aus
"drossete"=Truchseß,
im späten Mittelalter Beamter, der etwa einem Amtmann entspricht;
auch Titel eines Adeligen) des Grafen von Kleve. Er fungiert am
14.2.
1272 oder 1273 als Richter an den Willicher Dingbänken(Sitz des
Gerichts,
dann übertragen Gerichtsstelle, Gericht, Gerichtsbezirk) zu seinen
Rechtsprechungsbezirk gehört auch die Willicher Tochterpfarre
Osterath.
1273 läßt der Vorsitz des Rembodo von Budberg als Drost des
Grafen von Kleve erkennen, daß die Dingbank zum Landgericht auf
der
geographischen Grundlage des Kirchspiels umfunktioniert worden ist, so
wie es unter den Grafen von Kleve als den derzeitigen Landesherren in
allen
Kirchspielen des Landes Linn geschehen ist, zu dessen Rechtsverband
Willich
spätestens seit der Mitte des 13. Jahrhunderts gehörte. Am
29.
Juni 1297 entscheiden Rembodo und sein Sohn Friedrich eine Streit um
das
Erbe der verstorbenen Aleidis de Are vor Uerdinger Schöffen.
Er stirbt vor 1307.
Aleidis
von Heinsberg
Sie ist die Erbtochter des Grafen Heinrich
von Heinsberg – Blankenburg. Damit kommt 1255 mit der Heirat mit
Dietrich
VII. von Kleve das Land Hülchrath zwischen Neuss und Köln
sowie
die Herrschaft Saffenburg an der Ahr, offenbar auch schon das Land Linn
zwischen Uerdingen und Neuss in klevischen Besitz. Hülchrath gilt
als Lehen der Kölner Kirche, so dass Kleve in noch
größere
Abhängigkeit vom Kölner Erzbischof gerät.
Margaretha
von Kiburg
Als 1264 Graf Hartmann IV. der ältere
- der auch Graf von Thurgau war - starb und mit ihm der Mannesstamm der
Kyburger erlosch, fiel sein Erbe an seinen Neffen Rudolf von Habsburg,
den späteren deutschen König.
Margaretha ist die Tochter von Eberhard I
Graf von Habsburg - Laufenburg (+1284) und Anna von Kiburg. Sie
heiratete
den Grafen Dietrich VIII von Kleve (+1305) nach dem Tod seiner ersten
Frau
Margarthe von Geldern. Margaretha von Kiburg erhält 1305 das
Linner
Land als Wittum. Vor ihrem Eintritt in das Kloster Bedburg bei Kleve
verzichtet
sie 1318 auf Linn zugunsten ihres jüngeren Sohnes Johann.
Mechthild
von Geldern
Mechtild von Geldern wurde ca. 1325 geboren
und
starb am 21.09.1384. Sie heiratete zum ersten Mal im November 1336
Godert
von Leon, Herr von Millen und Eyck. Zum zweiten Mal heiratete sie vor
dem
22. Februar 1348 Johann I., Graf von Kleve. Er war der Sohn Dietrich
VIII
und Margaretha von Kiburg. Als Johann am 19.11.1368 stirbt erhält
sie Linn als Witwensitz und setzt den Amtmann Heinrich von
Stünkede
zur Wahrung ihrer Interessen ein.
Margarthe
von Berg
In der zweiten Hälfte des 11.
Jahrhunderts
erscheint am Niederrhein ein Geschlecht, das sich nach seiner Stammburg
Berge an der Dhün nennt ( Altenberg ). Das Grafengeschlecht steht
in einger Beziehung zum Erzstift Köln.
1348 kommt die Grafschaft Berg über
Margarete
von Berg und Ravensberg an eine Jülicher Nebenlinie, wodurch
Ravensberg
mit Berg vereinigt wird. 1380 wird Wilhelm II. von Berg durch
König
Wenzel zum Herzog erhoben. In Wilhelms Regierungszeit fallen einige
territoriale
Veränderungen für Berg: 1398 vereinigen sich Kleve und Mark
und
unter Johann von Kleve 1496 wird eine Erbunsion geschlossen: Kleve -
Jülich
- Berg.